Peter Volz zum Ehrenmitglied ernannt

Zum Jahresabschluss hat der Flugsportverein seinen Ausbildungsleiter Peter Volz aufgrund seiner außerordentlichen, langjährigen Verdienste um den Verein zum Ehrenmitglied ernannt.

Seine offene Art macht es jedem Fremden auf dem Platz oder neuem Mitglied sehr leicht Zugang zu finden und sich wohl zu fühlen. Ganz egal ob bei jung oder alt, seine Lockerheit und Umgänglichkeit kommt immer an. Peter ist so gut wie immer am Flugplatz zu finden und man könnte den Flugplatz bald als seinen zweiten Wohnsitz bezeichnen. Mit Rat und Tat packt er stets dort an, wo es notwendig ist. Ob bei Werkstattarbeiten oder als Fluglehrer bringt er seine langjährigen Erfahrungswerte mit ein und ist stets Ansprechpartner in jeglichen Angelegenheiten auch über die Vereinsgrenzen hinaus. So ist Peters Expertise auch bei den umliegenden Vereinen oft gefragt.

Nur drei Jahre nach Vereinsgründung trat Peter 1973 dem Flugsportverein bei. Noch im selben Jahr erwarb er den Luftfahrerschein für Segelflug und 1975 auch für Motorsegler. Angeknüpft wurde 4 Jahre später noch der Luftfahrerschein für Motorflug und eine Schleppberechtigung für Segelflug. 1987 kam dann noch die Kunstflugberechtigung hinzu. So kommt er mittlerweile auf beträchtliche 6700 h mit 23500 Starts an Flugerfahrung!

Seine vielfältigen Flugerfahrungen vermittelt Peter gerne in seiner Tätigkeit als Fluglehrer weiter, wofür der Verein ihm sehr dankbar ist. Schon seit Mitte der 70er Jahre besitzt er die Lehrberechtigung für Segelflug. Hinzu kamen noch die Lehrberechtigung für Motorsegler und UL-Flug. Es stand hierbei außer Frage, dass Peter auch die Aufgabe als Ausbildungsleiter im Verein übernimmt. Seit 1982 absolviert er diese Tätigkeit erfolgreich und hat schon jedem Flugschüler hilfreiche Tipps mit auf den Weg gegeben. 2001 erhielt er vom Landesverband die goldene Fluglehrer Ehrennadel aufgrund von 20 Jahren aktiver Fluglehrertätigkeit verliehen.

Auch das Luftamt und der Deutsche Ultraleichtflugverband wissen seine Tätigkeiten zu schätzen, sodass Peter zum Sachverständigen für die Abnahme von Praxisprüfungen für Motorsegler und Segelflugpiloten sowie zur Abnahme von Theorieprüfungen, Praxisprüfungen und Fluglehrerprüfungen für aerodynamisch und schwerkraftgesteuerte UL und UL-Segelflug bestimmt wurde.

Die Ernennung zum Ehrenmitglied war bereits zu den großen Festlichkeiten zum diesjährigen 50-jährigen Bestehen des Vereins geplant. Leider konnten diese aufgrund der aktuellen Pandemiesituation nicht stattfinden. Dennoch wollte es sich die Vorstandschaft nicht nehmen lassen, Peter im Jahre seines runden Geburtstags zum Ehrenmitglied zu ernennen. So wurde die Urkunde in trauter Runde am 20.12.2020 durch Vorstand Julia Nöth überreicht.

Lieber Peter, wir bedanken uns recht herzlich bei dir für 44 Jahre Fluglehrertätigkeit, davon 38 Jahre als Ausbildungsleiter, sowie für 40 Jahre Tätigkeit als Motorseglerwart. Natürlich bedanken wir uns auch für deine Hingabe und sonstigen Verdienste um den Verein, welche man nicht in Zahlen erfassen kann. Wir hoffen, dass du unserem Verein noch lange treu bleibst und nie den Spaß und die Lust am Fliegen verlierst.

Verschiebung Mitgliederfest 50-jähriges Bestehen

Wie ihr sicherlich bereits mitbekommen habt, feiert unser Verein in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen – eigentlich nicht nur Grund, sondern sogar Verpflichtung, dies entsprechend zu feiern. Allerdings hat uns leider die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Waren wir zu Beginn der Krise noch zuversichtlich, dass im Herbst ein Mitgliederfest möglich sein könnte, haben wir uns nun schweren Herzens entschieden, auf Feierlichkeiten in diesem Jahr zu verzichten.

Aufgeschoben ist jedoch nicht aufgehoben – wir wollen unser Jubiläum nach wie vor feiern und werden uns, sobald es die Situation zulässt, Gedanken über einen möglichen Termin im Jahr 2021 machen.

Auch das diesjährige Abfliegen sowie der Fliegerball im Januar 2021 werden dem jetzigen Anschein nach Corona zum Opfer fallen – hierzu werden wir euch aber auf dem Laufenden halten und zu gegebener Zeit informieren.

Alles Gute und bleibt gesund,

euer Flugsportverein Saal

Neuwahlen beim FSV Grabfeld

Entsprechend der 5. Bayerischen Infektionsschutzverordnung wurden alle Maßnahmen eingehalten.

Julia Nöth ist die neue Vorsitzende im Flugsportverein Grabfeld in Saal an der Saale. Bei der Jahresversammlung in der Fliegerhalle des Vereins wurde sie mit großer Mehrheit gewählt. Damit ist sie die erste Frau an der Spitze des Flugsportvereins Grabfeld. Ihr Stellvertreter ist

Klaus Herbert, Kassier bleibt Norbert Krämer, Schriftführer Joachim Katzer. Beisitzer: Anita Herrmann, Lukas Schlembach und Thomas Lüdtke. Julia Nöth tritt die Nachfolge von Christian Schön an, der den Verein in den vergangenen drei Jahren führte, zuvor stellvertretender Vorsitzender war. Er eröffnete die Versammlung und verwies darauf, dass das Landratsamt Rhön-Grabfeld die Versammlung genehmigt hatte, wenn der entsprechende Abstand, der in der Fliegerhalle gewährt ist, und die aktuellen Hygienevorschriften eingehalten und die Tore geöffnet bleiben. Die Versammlung sollte in 60 Minuten „abgewickelt“ sein.

So fiel denn auch sein Rückblick entsprechend kurz aus, nachdem die Mitglieder zuvor die notwendigen Informationen, einschließlich Kassenbericht, erhalten hatten. In einer Schweigeminute gedachte man der Verstorbenen des vergangenen Jahres, Günther Kerber und Rudolf Koch. Sie waren Gründungs- und Ehrenmitglieder. In diesem Jahr starb Reiner Sauer. Rückblickend auf das Jahr 2019 erinnerte der Vorsitzende an den gelungenen Fliegerball, erwähnte die Reparatur der Windenelektronik und einen weiteren Arbeitseinsatz im Fliegerheim. Gut angenommen wurden im vergangenen Jahr die Fluglager der Holländer im Mai, der Engländer im Juni und auch das traditionelle Pfingstfest. An das Treffen der Drachen- und Gleitschirmflieger erinnerte der Vorsitzende und an die Fluglager Bohmte–Melle im Juli sowie  FC Antersberg im August.

Christian Lampert nahm am Qualifikationswettbewerb in Aalen/Elchingen teil. Hier ging es um die Qualifikation zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft der Junioren in der Club-und Standardklasse für 2020. Christian Lampert erreichte den 5. Qualifikationsplatz und hatte somit einen der begehrten Plätze zur Deutschen Meisterschaft erreicht. Diese ist aufgrund der Corona-Pandemie derzeit auf Eis gelegt. Wieder gut angenommen wurde das Ferienfliegen des Flugsportvereins Grabfeld im September. Im Oktober fand das OLC (Online Contest) Finale im Bürgerhaus in Poppenhausen statt. Dort wurden die besten Segelflieger der Saison 2019 in verschiedenen Kategorien geehrt. Christian Lampert erhielt eine besondere Auszeichnung, denn er bekam für seine Leistungen beim „Young Eagle Speed Cup“ einen Aufenthalt im Segelflugzentrum Kiripotib (Namibia) geschenkt. Dort absolvierte er den ersten 1000-km Flug.

Rückblickend erinnerte Christian Schön an das Fränkische Jugendvergleichsfliegen in Hersbruck, bei dem Marvin Dietz den 5. Platz von 16 Teilnehmern belegte. Das Bayerische Jugendvergleichsfliegen fand in Ottenberg statt. Hier kam Marvin Dietz von 27 Teilnehmern auf den 18. Platz. Der Vorsitzende verwies auf das traditionelle „Abfliegen“, den „shortestday“  am 21. Dezember sowie die Weihnachtsfeier. Bis dahin gab es 2.400 Starts und es wurden mehr als 1.900 Stunden geflogen. Walter Räth absolvierte seinen 1. 1000-km-Flug in Pokweni (Namibia). In diesem Jahr konnte noch der Fliegerball durchgeführt werden und der Flugbetrieb musste auf Grund der Corona-Pandemie im März eingestellt werden. Der Ausblick für 2020 gestaltete sich recht kurz, da die Pandemie die Veranstaltungen und Vorhaben stillgelegt hatte. Ob es zu den Fluglagern und weiteren Aktivitäten kommt, ist bislang unklar.

Es folgte die Entlastung des Kassiers und der Vorstandschaft, sowie die Neuwahl. Als berufene Mitglieder sind Peter Volz als Ausbildungsleiter und Kay Hoffmann als Werkstattleiter wieder mit dabei. Abschließend bedankte sich Christian Schön bei seiner Vorstandschaft und Vereinsmitgliedern für das gute Miteinander. Aus persönlichen Gründen stand er jedoch nicht mehr zur Verfügung. Der neuen Vorstandschaft wünschte er „ein glückliches Händchen“ bei den künftigen Entscheidungen und Planungen. Anita Herrmann überreichte ihm ein Abschiedsgeschenk und dankte für sein Engagement, sowie die Projekte und Maßnahmen, die unter seiner Führung angestoßen und durchgeführt wurden.

Die neue Vorsitzende des Flugsportvereins Grabfeld Julia Nöth wohnt in Saal an der Saale, ist 29 Jahre jung und studierte Biologie. Sie arbeitet derzeit als Fachleitung beim Labor LS in Großenbrach. Über das „Schnupperfliegen“ kam sie 2007 zum Flugsportverein Grabfeld und gehört seit 2013 als Beisitzerin der Vorstandschaft an. Am Saaler Verein schätzt sie vor allem die familiäre Atmosphäre. Für sie ist der Flugplatz in Saal ein Stück Heimat geworden. Das war auch der Grund, warum sie sich im Verein besonders engagierte, beim Schnupperfliegen und bei Festen mit organisierte und für die Systempflege und Öffentlichkeitsarbeit zuständig war. Wie geht es im Verein weiter? Die neue Vorsitzende verweist auf den Flugbetrieb, zunächst nur für Vereinsmitglieder, der wieder aufgenommen wird, allerdings unter den vorgegebenen Auflagen. Wichtig sind ihr Schulungen und Regelungen zu finden, um künftig Gastflüge anbieten zu können. Bislang sind keine Gäste beim Flugbetrieb möglich.  Wenn es der weitere Verlauf der Corona-Pandemie zulässt ist im Herbst ein Fest zum 50-Jährigen Bestehen des Vereins mit Ehrungen geplant.

Die neue Vorstandschaft des Flugsportvereins Grabfeld in Saal an der Saale mit (von links) Ausbildungsleiter Peter Volz, Lukas Schlembach, Norbert Krämer, Joachim Katzer, Julia Nöth, Anita Herrmann, Klaus Herbert, Thomas Lüdtke und Werkstattleiter Kay Hoffmann.

Bericht und Fotos: Hanns Friedrich

Flugsportverein trauert um sein langjähriges Mitglied Reiner Sauer

In tiefer Trauer und mit großem Respekt haben wir Abschied nehmen müssen von einem Menschen, der den Vereinsmitgliedern stehts ein Vorbild war. Am vergangenen Mittwoch, den 25.03.2020, verstarb unser langjähriges Mitglied Reiner Sauer nach schwerer Krankheit im Alter von 72 Jahren. Die Beisetzung fand am 27.03.2020 im engsten Familienkreis am Friedhof in Schweinfurt statt.

Von 1982 bis 1985 übernahm Rainer Sauer auch unter dem Eindruck der Rechtsstreite den Vereinsvorsitz. Reiner war ein begeisterter Flieger, der bis Ende der 90er Jahre in der Fliegerei aktiv war.  Als Rechtsanwalt stand er auch dem Verein auch nach seinen aktiven Jahren jederzeit mit Rat und Tat in Rechtsbelangen zur Verfügung. Zuletzt half er bei der neusten Satzungsänderung und prüfte diese auf aktuelle Formulierungen und Grundlagen. Bis zuletzt war Reiner als fördernes Mitglied dem Verein verbunden.

Der römische Philosoph Seneca sagt: Wer in unserem Gedächtnis lebt, ist nicht tot, er ist nur fern; Tot ist nur, wer vergessen wird. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren und ihn in guter Erinnerung behalten. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.