Christian Schön übernimmt das Steuer beim Flugsportverein Grabfeld

Die neue Vorstandschaft des Flugsportverein Grabfeld (von links): Beisitzer Arnold Ress (Großbardorf), Schriftführer Joachim Katzer (Salz), der neue Vorsitzende Christian Schön (Großeibstadt), seine Stellvertreterin Anita Herrmann (Saal/Saale), neuer Kassier Norbert Krämer (Bad Neustadt) sowie Beisitzerin Julia Nöth (Saal/Saale); Beisitzer Klaus Herbert (Saal) war verhindert. Foto: Friedrich

Der Flugsportverein Grabfeld in Saal an der Saale hat eine neue Vorstandschaft. Am Freitagabend übernahm Christian Schön (Großeibstadt) den Vorsitz des Vereins für Jürgen Behr (Saal), der 15 Jahre die Geschicke leitete. Ihm dankte der neue Vorsitzende für sein Engagement im Flugsportverein Grabfeld. Für den Verein habe er sich nicht nur persönlich eingesetzt, sondern auch Wissen und Können seines Berufes als Schreiner und Geschäftsmann mit eingebracht. Dem Flugsportverein Grabfeld bleibt Jürgen Behr als “tatkräftiges” Mitglied weiterhin erhalten. Als Dank wurde ihm unter anderem ein T-Shirt mit dem Emblem des Flugsportvereins Grabfeld überreicht.

Die neue Vorstandschaft setzt sich künftig aus dem ersten Vorsitzenden Christian Schön (Großeibstadt), bislang Stellvertreter und Anita Herrmann (Saal), zweite Vorsitzende, bisher Kassiererin zusammen. Ihre Nachfolge tritt Norbert Krämer (Bad Neustadt) an, Schriftführer bleibt Joachim Katzer (Salz). Als Beisitzer wurden Klaus Herbert (Saal), Julia Nöth (Saal) und Arnold Ress (Großbardorf) gewählt. Der neuen Vorstandschaft wünschte der bisherige Vorsitzende Jürgen Behr alles Gute und viel Freude bei der Arbeit zum Wohle des Flugsportvereins Grabfeld. Von ihm wurde die Zusammenkunft im Vereinsheim am Flugplatz Saal eröffnet. Er freute sich über die zahlreiche Teilnahme. Nach der Verlesung des Kassenberichts wurde Anita Herrmann entlastet. Die Kassenprüfer Christian Lampert und Lars Pannier bestätigen eine einwandfreie und ordnungsgemäße Kassenführung. Als neue Kassenprüfer für das Geschäftsjahr 2017 wurden Christian Lampert und Lukas Schlembach bestellt. Anschließend wurde die Vorstandschaft entlastet.

In seinem Geschäftsbericht erwähnte Vorsitzender Jürgen Behr dann die verschiedenen Veranstaltungen wie unter anderem Schnupperfliegen, Pfingstfest, Fluglager und Ferienfliegen. Mit rund 3.100 Starts und 1.500 Flugstunden konnte das hohe Niveau des Vorjahres gehalten werden. Die ASK23 wurde unter Mithilfe der Vereinsmitglieder grundüberholt. Auch verschiedene Prüfungen wurden am Flugplatz Saal abgelegt. So absolvierten Arnold Ress und Marvin Dietz den ersten Alleinflug. Die Segelfluglizenz erhielten Jörn Mindner, Christian Lampert, die Motorsegler Lizenz erwarb Lukas Schlembach. Auch bei Wettbewerben war der Flugsportverein Grabfeld erfolgreich. Beim Bayerisches Jugendvergleichsfliegen belegten die Saaler in der Mannschaftswertung den 1. Platz. In der Einzelwertung belegte Christian Lampert den 2. Platz und qualifizierte sich somit für das Bundes-Jugendvergleichsfliegen in diesem Jahr.

In der Vorschau auf das laufende Jahr wies Jürgen Behr auf das Schnupperfliegen am 13.05.17, diverse Fluglager, das Longest-Day-Fliegen, ein Fluglager mit den Gleitschirmfliegern aus Heilbronn hin. Ein Ferienfliegen findet wie üblich in den Sommerferien statt. Im Oktober wird am Flugplatz in Saal das Bayerische Jugendvergleichsfliegen ausgerichtet.

Jürgen Behr bedankte sich bei der Vorstandschaft sowie bei allen Helferinnen und Helfern für ihre geleistete Arbeit. Ein weiterer Höhepunkt war die Änderung der Satzung des Flugsportvereins Grabfeld. Die geplanten Änderungen wurden im Vorfeld von der Vorstandschaft mit einem Steuerberater, sowie dem Finanzamt in Bezug auf Gemeinnützigkeit besprochen und den Mitgliedern mit Einladung zur Mitgliederversammlung zur Verfügung gestellt. Einige im Vorfeld der Versammlung vorgeschlagene Änderungen wurden von Joachim Katzer vorgestellt und entsprechend eingearbeitet.

Schließlich stand die Neuwahl der Vorstandschaft an. Ulf Kießner, Thomas Lüdtke und Lukas Schlembach fungierten als Wahlausschuss. Unverändert bleiben Peter Volz als Ausbildungsleiter und Kay Hoffmann als Technischen Leiter im Amt.

Am Ende wurde der Verein noch mit einer besonderen Einladung von Elmar Umhöfer überrascht. Er feiert am 28. Mai sein 50-Jähriges Alleinflug-Jubiläum am Saaler Flugplatz und läd alle Vereinsmitglieder herzlich dazu ein.

Text: Hanns Friedrich

 

Präsente, darunter ein Shirt mit dem Logo des Flugsportvereins Grabfeld gab es für den scheidenden Vorsitzenden Jürgen Behr (mitte) von Beisitzerin Julia Nöth und dem neuen Vorsitzenden Christian Schön. Foto: Friedrich

Flugsportverein Saal besuchte den Pionier im Segelflugzeugbau

Am Samstag, den 26. November 2016 haben knapp 30 Mitglieder des Flugsportvereins Saal einer der größten Segelflughersteller Alexander Schleicher in Poppenhausen besucht.

Der Segelflugzeugbau Alexander Schleicher ist die älteste Produktionsstätte der Welt für Segelflieger.1927 entstand in einer kleinen Werkstatt in Poppenhausen am Fuße der Wasserkuppe, der Fliegerberg der Rhön, das Unternehmen und entwickelte sich bis 1945 zu einem der größten Segelflughersteller. Durch Neu- und Weiterentwicklung von Segelflugzeugen Motorseglern kann das Unternehmen nun eine komplette und aufeinander abgestimmte Modelpalette anbieten.

Die 30 Mitglieder des Flugsportvereins Saal lernten das Unternehmen durch eine Betriebsbesichtigung durch Joschka Schmeisl, Technischer Leiter der Alexander Schleicher GmbH & Co kennen. Nach der Vorstellung der Firmengeschichte, durften die interessierten Vereinsmitglieder die Werkstätten kennenlernen, in dem 125 Mitarbeiter beschäftigt sind. Dabei wurde der Produktionsverlauf chronisch rückwärts von fertigen Flieger bis zur Konstruktion und der Idee erklärt. Auf die zahlreichen technischen Fragen ging er im Detail ein. Beindruckt waren die Vereinsmitglieder vom ASG 32, einem doppelsitzigen Segelflugzeug der 20m-Klasse. Interesse hatten die Mitglieder auch am zweisitzigen Segelflugzeug ASK21, das seit Jahrzehnten zu Schulungs- und Leistungszwecken eingesetzt wird und als robuster, langlebiger und wertbeständiger Segler gilt.

Die zweite Station des Ausfluges ging zum Kreuzberg, dem heiligen Berg der Franken. Braumeister Uli Klebl zeigte die Herstellung des bekannten und wohlschmeckenden Kreuzbergbiers. Bei der Besichtigung ging der Braumeister auf die einzelnen Inhaltstoffe, deren Bearbeitung und den Brauvorgang ein. Im Anschluss folgte die Verköstigung am Kloster Kreuzberg. Das Weihnachtsbier wurde dabei besonders genossen.

Traditioneller Abschluss der Flugsaison

Durch das traditionelle Abfliegen endete die Flugsaison des Flugsportvereins Grabfeld am 12. November 2016. Dieses fand am Flugplatz in Saal statt. Gegen Mittag fanden sich die Mitglieder zusammen. Die erste Übung war der Ziellandewettbewerb. Mit Sägespänen wurden die Zielfelder gekennzeichnet, in dem die Piloten landen durften. Besonders gut gelungen war es Christian Schön, Dominic Herbert und Christian Lampert, die die ersten drei Preise erhielten und sich über die Freiflüge freuten. Die Verköstigung erfolgte durch die Bernhard Stirtzel, der als Dank für die Glückwünsche zu seinem 60. Geburtstag das Abendessen für die Mitglieder sponserte. Nach dem Essen erfolgte eine Präsentation mit einem Rückblick in Bilder auf das Jahr 2016. Ebenso wurde von dem Vorstand Danksagungen für besondere Leistungen im Verein ausgesprochen.

Fluglehrer-Lehrgang in Saal: Von pyrotechnischen Rettungsgeräte bis zur ersten Hilfe

Foto: Hanns Friedrich
Foto: Hanns Friedrich

Aus ganz Bayern, vorwiegend aus Mittel- und Unterfranken trafen sich am Wochenende Lehrberechtigte im Luftsport am Flugplatz in Saal an der Saale. Grund dafür war ein so genanntes Auffrischungsseminar, das im Turnus von drei Jahren durchgeführt werden muss. Themen wie Umgang mit pyrotechnischen Rettungsgeräten oder Regionale Lufträume und die neue EU Verordnung für den nichtgewerblichen Luftverkehrsbetrieb standen zur Diskussion Da ging es um den Deutschen Wetterdienst und hier um Wetterkunde oder auch um Erste Hilfemaßnahmen bei einem Unfall. Martin Hansen aus Zeil und Günter Goller aus Kitzingen, beide sind Bezirksflieger hatten die Leitung. Die Organisation hatte der Flugsportverein Grabfeld übernommen.

Natürlich wurde bei entsprechenden Bedingungen auch geflogen, um die Gegend des Grabfeldes auch einmal, zumindest aus der Luft, zu erkunden. Zunächst aber standen der praktische Erfahrungsaustausch, Methodik Flüge und als praxisbegleitendes Angebot der Umgang mit pyrotechnischen Rettungsgeräten bei Flugunfällen auf dem Programm. So sind zum Beispiel moderne, aerodynamisch gesteuerte Ultraleichtflugzeuge für extreme Notfälle, die Kollision mit einem anderen Flugzeug in der Luft oder technischem Defekt, die einen Weiterflug oder eine Notlandung unmöglich machen, mit einem sogenannten “Rettungsgerät” ausgestattet. Dieses besteht im Wesentlichen aus einem an der Trägerkonstruktion  befestigten Fallschirm und einer Rakete. Durch eine Reißleine wird eine Zündvorrichtung ausgelöst, die durch eine sogenannte Sollbruchstelle im Dach des Flugzeugs geschossen wird und dabei den Fallschirm aufzieht, womit das Fluggerät langsam zu Boden sinkt.

In einem Erste Hilfe-Auffrischungskurs von Rettungsassistentin Andrea Friedrich (BRK Rhön-Grabfeld) gab es dann Informationen was im Fall des Falles im Bereich Erste Hilfe zu tun ist. Natürlich hatte sie nicht nur entsprechende Lehrfolien dabei, sondern gab den Teilnehmern auch die Möglichkeit an einer Puppe die Wiederbelebung durch die Herzdruckmassage zu üben. Wie wirkt sich Doping auf das menschliche Leistungsvermögen und vor allem die Flugsicherheit aus. Dazu gab es anhand einer Power-Point-Präsentation Informationen von Rainer Hubert. Ein Thema, das übrigens seit Jahren auch im Flugbetrieb eine Rolle spielt, weshalb es hier immer wieder Kontrollen gibt. Der Referent ist Bezirksvertreter der Segelflugkommission. Das Wetter und Wettervorhersagen spielen beim Luftsport natürlich eine wesentliche Rolle. Dazu hatte Andreas Brunnquell vom Deutschen Wetterdienst aktuelle Informationen parat.

Beim Auffrischungsseminar am Flugplatz in Saal ging es um den Einsatz moderner Navigationssoftware in der Segelflugausbildung und um Check- und Auffrischungsschulflüge. Hier stand die Frage, wie effektiv sie in der Praxis sind. Interessant das Thema “Regionale Lufträume Frankfurt/Nürnberg”. Hier geht es um entsprechende Regelungen im Luftverkehr für Segelflugzeuge. Dazu war Angela Bourhofer von der Deutschen Flugsicherung nach Saal gekommen. Letztendlich erfuhren die  45 Teilnehmer noch mehr über die neue EU-Verordnung 800/2013. Hier bei geht es um einen reibungslosen Übergang und ein einheitliches hohes Niveau der Sicherheit der Zivilluftfahrt in der Europäischen Union.  Referent war Peter Wiggen. Da der Flugsportverein Grabfeld in Saal an der Saale Mitglieder des Luftsportverbandes Bayern ist, waren die Flieger diesmal an der Reihe das Seminar durchzuführen.

Autor: Hanns Friedrich