Bericht von Marvin über seinen Ersten Alleinflug

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Der 24. September war ein schöner Tag. Die Sonne schien und ich war überzeugt, dass der Tag gut wird.

Ich fuhr mit meinem Opa und meiner Mutti auf den Flugplatz, voller Energie und Freude.

Ich half erst die Flugzeuge mit auszuräumen und zu checken. Nicht lange danach winkte mich mein Fluglehrer Christian zu sich. Irgendwie ahnte ich schon, dass ich nun die theoretische A-Prüfung schreiben sollte. Meine Vermutung bestätigte sich. Er gab mir aus Versehen die schwerere B-Prüfung, was keiner bemerkte. Ich gab mein Bestes, konnte aber nicht genügend Punkte erzielen. Für mich ist bald die Welt zusammengebrochen als ich erfuhr, dass ich sie nicht bestanden habe. Doch dann fiel Christian auf, dass es die falsche Prüfung war. Ich war erleichtert. Die A-Prüfung bestand ich gleich beim ersten Mal. Das gab mir wieder Mut. Vom Alleinflug war zu diesem Zeitpunkt aber noch keine Rede bzw. wurde noch kein Gedanke verschwendet.

Es ging normal weiter. Ich bin ein paar Mal geflogen und habe bei den anfallenden Aufgaben am Boden geholfen. Dann meinte Christian, dass jetzt noch mal mein anderer Fluglehrer Walter mit mir fliegt und wir schauen wie es läuft. Er war mit meinem Flug zufrieden und fragte, ob ich mich bereit fühlte für meinen ersten Alleinflug. Ich sagte mit großer Freude JA.

Es war der schönste Flug in meinem Leben und es fühlte sich irgendwie gut an keinen Fluglehrer im Rücken sitzen zu haben, der einem sagt, wo es langgeht. Ich absolvierte meine drei Alleinflüge. Als ich ausstieg, bekam ich einen bunten Blumenstrauß und wie es der Brauch verlangt, Schläge auf den Hintern.

Da es schon bald dunkel wurde und wir noch Pizza selbst bereiteten, konnte ich die traditionelle Rede nicht mehr halten, sowie das Bier kopfüber nicht mehr trinken. Dies holten wir dann aber am darauffolgenden Tag gleich nach.

Es war ein wirklich schönes und ereignisreiches Wochenende und ich danke meinen Fluglehrern und Betreuern herzlich für die Unterstützung, dass ich solch ein tolles Hobby in vollem Umfang ausüben kann.

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Gute Leistungen beim Jugendvergleichsfliegen

Beim Jugendvergleichsfliegen treten jugendliche Flugschüler und junge Scheinpiloten gegeneinander an. Die Erstplatzierten der Bezirksvergleichsfliegen qualifizieren sich hier für die Wettbewerbe auf bayerischer und deutscher Ebene. Dabei gilt es, in einer erweiterten Platzrunde bestimmte Teilübungen der Segelflugausbildung vor einer Jury der teilnehmenden Vereine vorzufliegen.

Die Übungen sind Teil der Segelflugausbildung wie ein sauberer Start, Kreiswechsel, Seitengleitflug, Kreisflug nach Schnellflug (hochgezogene Fahrtkurve) und die Ziellandung. Abgerundet wird der fliegerische Teil durch einen Theorietest.

Das erste, sogenannte fränkische Jugendvergleichsfliegen, fand in diesem Jahr beim Aero Club Schweinfurt vom 09.-11.09.16 statt. Unsere drei teilnehmenden Jungpiloten Jörn Mindner, Jonas Wachenbrönner und Christian Lampert wurden unterstützt von Marvin Dietz, Ferdinand Erb und Julia Nöth. Als Fluglehrer war Christan schön an diesem Wochenende mit in Schweinfurt.

Unsere Piloten flogen mit der vereinseigenen Ka8 und konnten trotz großer Hitze mit ihren Leistungen überzeugen. Jörn belegte dabei den 5. Platz, Jonas den 12. Platz und Christian den 19. Platz von insgesamt 29 Teilnehmern. Dadurch ergab sich für unsere Jugendmannschaft der 3. Platz in der Mannschaftswertung und alle Teilnehmer qualifizierten sich für das bayrische Jugendvergleichsfliegen beim Aero Club Segelflug Nürnberg am Ottenberg vom 30.09.16 – 02.10.16.

Beim bayerischen Jugendvergleichsfliegen konnten unsere Piloten ihre Leistungen sogar noch steigern und belegten als Mannschaft mit der vereinseigenen ASK-23 den 1. Platz. Somit findet das bayerische Jugendvergleichsfliegen 2017 am Flugplatz in Saal statt. In den Einzelwertungen belegte Christian den 2. Platz, Jörn den 8. Platz und Jonas den 9. Platz. Zudem qualifizierte sich Christian noch für das Bundesjugendvergleichsfliegen im nächsten Jahr in Oppenheim, Rheinland-Pfalz.

Ferienprogramm Kinderfliegen

Im Rahmen der Sommerferienprogramme der Gemeinden Saal und Großeibstadt fand am Wochenende das Kinderfliegen bei uns am Platz statt.
Über 40 Kinder konnten dabei spielerisch viel über die Fliegerei lernen. Neben Flieger basteln und am Simulator üben durfte natürlich ein Rundflug mit einem echten Flugzeug nicht fehlen.

Herzlichen Glückwunsch an Christian zur bestandenen Segelflugprüfung

Begonnen hat Christians Segelflugausbildung im April 2015. Am Longest Day, dem 20.06 im selben Jahr folgte dann der erste Alleinflug.

Im darauffolgenden Winter ging es mit der Theorie los. Neben einer Vielzahl von Fächern wie z.B. Luftrecht, Meteorologie und Navigation, bei denen viel theoretische Kenntnis verlangt wurde, gehörte auch der Flugfunk dazu. Beim Flugfunk ging es nicht nur um die Theorie, sondern auch das sprechen am Funkgerät spielte eine wichtige Rolle, um sich mit Anderen am Flugverkehr Beteiligten unterhalten zu können.

Nach bestandener Theorieprüfung und Erhalt der Sprechfunkberechtigung im Frühjahr 2016 konnte nun der 50km Flug, der ein wichtiger Teil der Ausbildung ist, in Angriff genommen werden. Dieser folgte dann auch im Juli 2016 und so waren alle Ausbildungsinhalte erfüllt und der praktischen Prüfung stand nichts mehr im Wege.

Nachdem alle Dokumente beim Luftamt Nordbayern eingereicht wurden, kam in der laufenden Woche auch schon die Bestätigung für die Zulassung zur Prüfung. Am Sonntag, den 07. August 2016 war es dann soweit. Christian war bereits um 9 Uhr am Flugplatz in Saal um einige Vorbereitungen zu treffen, bevor der amtliche Prüfer vom Luftamt Nordbayern, Hubertus Steinerstauch, pünktlich um 10 Uhr erschien.

Die Prüfung bestand aus zwei Flugzeug-Schlepp’s mit darauffolgenden Flugübungen wie Kreiswechsel, Rollübungen, hochgezogene Fahrtkurve, Sackflug und Seitengleitflug im Endteil.

Der letzte Meilenstein zur Segelfluglizenz war genommen, Bestanden!!!

Wir gratulieren Christian und wünschen ihm allzeit schöne Flüge.

Crew der Prüfung: v.l. Windenfahrer Peter Scheider, Fluglehrer Christian Schön, Fluglehrer Walter Räth, Prüfling Christian Lampert, Fluglehrer Peter Volz, Luftamtprüfer Hubertus Steinerstauch, Starthelfer Jörn Mindner
Crew der Prüfung: v.l. Windenfahrer Peter Scheider, Fluglehrer Christian Schön, Fluglehrer Walter Räth, Prüfling Christian Lampert, Fluglehrer Peter Volz, Luftamtprüfer Hubertus Steinerstauch, Starthelfer Jörn Mindner

 

Wir gratulieren Lukas zur bestandenen Prüfung der Motorseglerlizenz!

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Am Sonntag den 17.Juli 2016 wurde es ernst am Flugplatz in Saal a. d. Saale, denn Lukas trat am frühen Morgen zu seiner praktischen Prüfung für den Reisemotorsegler an.
Nach einer mündlichen Theorieprüfung ging es direkt mit dem praktischen Teil weiter. Lukas sollte einen Flug mit Hilfe von Navigationsgeräten und Karte nach Herzogenaurach planen. Nach einigen Rechnungen, Zeichnungen und Informationsrecherchen zu Wetterbedingungen und Zielflughafen ging es dann auch schon los. Zusammen mit dem Prüfer Prof. Martin Hansen stieg Lukas in den Motorsegler SF 25C (D-KMSQ). Kurz darauf verließen sie den Flugplatz südöstlich in Richtung Haßfurt. Nach Durchfliegen der RMZ (Radio Mandatory Zone) von Haßfurt (EDQT) gab Herr Hansen überraschenderweise an, dass die Wetterbedingungen für den Weiterflug nach Herzogenaurach zu schlecht seien, was natürlich nicht stimmte, aber womit man bei einem normalen Flug immer rechnen muss. So musste Lukas in Schweinfurt landen bevor er über den Reutsee in Sulzdorf an der Lederhecke wieder in Richtung Saal fliegen konnte. Angekommen am Abflugplatz gratulierte der Prüfer Lukas direkt zur bestandenen Prüfung.
Auch den Mitgliedern am Platz war sofort klar, dass sie sich zum Gratulieren am Flugzeug anstellen konnten. Lukas kommentierte seinen Prüfungsflug mit den Worten: „Es war stressig, aber vor allem hat es Spaß gemacht. Natürlich bin ich auch froh, dass alles geklappt hat und ich bestanden habe.“
Lukas erwarb 2013 im Verein die Segelfluglizenz SPL.  Darauf aufbauend konnte er mit 10 Flugstunden auf dem Motorsegler und einer eigenständigen Theorieerweiterung zur Prüfung antreten.