Wir gratulieren unserem Mitglied Lukas S. zur bestandenen Prüfung der Pilotenlizenz für Motorsegler!

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Am Sonntag den 17.Juli 2016 wurde es ernst am Flugplatz in Saal a. d. Saale, denn Lukas trat am frühen Morgen zu seiner praktischen Prüfung für den Reisemotorsegler an.
Nach einer mündlichen Theorieprüfung ging es direkt mit dem praktischen Teil weiter. Lukas sollte einen Flug mit Hilfe von Navigationsgeräten und Karte nach Herzogenaurach planen. Nach einigen Rechnungen, Zeichnungen und Informationsrecherchen zu Wetterbedingungen und Zielflughafen ging es dann auch schon los. Zusammen mit dem Prüfer Prof. Martin Hansen stieg Lukas in den Motorsegler SF 25C (D-KMSQ). Kurz darauf verließen sie den Flugplatz südöstlich in Richtung Haßfurt. Nach Durchfliegen der RMZ (Radio Mandatory Zone) von Haßfurt (EDQT) gab Herr Hansen überraschenderweise an, dass die Wetterbedingungen für den Weiterflug nach Herzogenaurach zu schlecht seien, was natürlich nicht stimmte, aber womit man bei einem normalen Flug immer rechnen muss. So musste Lukas in Schweinfurt landen bevor er über den Reutsee in Sulzdorf an der Lederhecke wieder in Richtung Saal fliegen konnte. Angekommen am Abflugplatz gratulierte der Prüfer Lukas direkt zur bestandenen Prüfung.
Auch den Mitgliedern am Platz war sofort klar, dass sie sich zum Gratulieren am Flugzeug anstellen konnten. Lukas kommentierte seinen Prüfungsflug mit den Worten: „Es war stressig, aber vor allem hat es Spaß gemacht. Natürlich bin ich auch froh, dass alles geklappt hat und ich bestanden habe.“
Lukas erwarb 2013 im Verein die Segelfluglizenz SPL.  Darauf aufbauend konnte er mit 10 Flugstunden auf dem Motorsegler und einer eigenständigen Theorieerweiterung zur Prüfung antreten.

Farbenfrohe Woche am Flugplatz Saal

Vom 4. – 8. Juli 2016 wurde unser Flugplatz mit Farben von Blau, Grün, Violett, bis hin zu Neon-Gelb geschmückt, denn die Drachen- und Gleitschirmflieger Heilbronn e.V.  waren zu Besuch.  Zusammen mit Fliegern des Club Condor aus Schwäbisch Hall reisten insgesamt 43 Personen an. Bis auf den zeitweise zu starken Wind hatte die Gruppe großes Glück mit dem Wetter und konnte jeden Tag fliegerisch auskosten. Zu den Spitzenleistungen zählte ein Gleitschirmflug ins 60 km entfernte Coburger Land. Für den ein oder anderen Segelflieger mag dies nicht so weit erscheinen, ist jedoch mit der relativ geringen Gleitzahl von 9 eine beachtliche Leistung. Bei den Drachenfliegern, mit Gleitzahlen um die 15-20 wurden Flüge von bis zu 100 km erreicht. Neben den Drachen- und Gleitschirmflug wurden in dieser Woche auch Starts mit diversen Ultraleichtflugzeugen, wie z. B. dem Trike gemacht. Mit dabei waren sogar echte Pioniere des Drachenflugs. Mit seiner 40-jährigen Geschichte zählt der Verein nämlich zu einer der ältesten dieser Sportart in Deutschland.

 

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Wie für Fluglager üblich, wurde in Zelten und Campingbussen übernachtet. Außergewöhnlich jedoch war ihr Auftreten als es um die Verpflegung ging. Die Heilbronner ließen sich nicht lumpen und versorgten ihre Crew mit kulinarischen Köstlichkeiten, wie Sauerbraten mit Spätzle oder Spagetti Bolognese im großen Stil. Ihre selbstgebaute „Schweinekiste“ bildete die Krönung des Ganzen. Mit ihr wurden am Dienstagabend in volksfestgleicher Stimmung eine Sau gegart. „Setzt unsern Verein mitten in der Wüste aus – wir kommen zurecht. Und das gar nicht mal so schlecht.“, sagte einer der Küchenverantwortlichen.

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Selbst für unsere eingefleischten Segel- und Motorflugpiloten rief diese Art des Fliegens große Faszination hervor. Deswegen kam die sympathische Fluglagergruppe nicht an einigen Fragen vorbei, die uns beim Anblick ihrer bunten Fluggeräte aufkamen:

Wie startet man mit einem Gleitschirm?

Es gibt zwei Varianten in die Luft zu kommen: Starten am Hang oder mithilfe einer Seilwinde. Hier am Platz kam natürlich nur die zweite Startart in Frage. Dabei wurde mit einem ganz besonderen „Seilholfahrzeug“ das Stahlseil von der Winde zum Start ausgezogen und, wenn der Pilot bereit ist, bei ihm am Gurtzeug eingeklinkt. Wortwörtlich hängt, sein Leben jetzt an einem seidenen Faden. Durch einen gekonnten Ruck wird der Schirm nun aufgestellt und das Seil angezogen. Nach wenigen Schritten wird der Pilot schon vom Schirm getragen und kann sich komplett in sein Gurtzeug setzten. Mit einer Seillänge von 1400 m wurden am Platz Schlepphöhen von über 400 m erreicht.

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Wie schwer ist so ein Gleitschirm?

Der Gleitschirm an sich wiegt kaum etwas. Zusammen aber mit Gurtzeug, Rettungsschirm und Packsack muss mit ca. 20 kg gerechnet werden. Die Spannweiten der Paragleiter befinden sich je nach Modell zwischen 10 und 13m.  Durch das leichte Material lässt sich solch ein Gleiter auch im Nu wieder zusammenpacken, ganz im Gegenteil zu einem Segelflugzeug.

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Alles in allem blicken wir zurück auf eine gelungene Fluglagerwoche mit sympathischen Fliegerkameraden und tollen Flugerlebnissen. Von beiden Vereinen das gleiche Resümee: Gerne wieder!

 

Longest Day Fliegen 2016

Am 18. Juni 2016 nutzten wir traditionell den längsten Tag des Jahres um von einer viertel Stunde vor Sonnenaufgang bis eine viertel Stunde nach Sonnenuntergang zu fliegen. Bei fast noch kompletter Dunkelheit trafen sich alle Flugbegeisterten zum Ausräumen der Halle. Bereits im Morgengrauen ließen wir die Motoren des Motorseglers (D-KMSQ) und der Motormaschine (D-EFPQ) an, um in Richtung Thüringen die ersten Sonnenstrahlen einzufangen. Über den Gleichbergen faszinierte uns sogleich der strahlende Feuerball mit seiner ganzen Energie.

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Gegen 7:30Uhr stand ein gemeinsames Frühstück mit leckeren Brötchen, Wurst, Käse und verschiedenen Marmeladen im Clubheim an, so dass alle gestärkt den Tag absolvieren konnten.
Zögerlich folgten wetterbedingt weitere Starts mit unseren Segelfliegern. Flugschüler und geübte Piloten wollten vom Tag so viel wie möglich mitnehmen. Jedoch mussten wir gegen 12:00Uhr unsere Winde mit einem neuen Seil bestücken und setzten den Windenstart für Segelflüge für einige Zeit aus. Ein Formationsflug von zwei Motormaschinen (Zlin & DR400) stellte anschließend ein weiteres Highlight an diesem Tag dar. Am Abend feierte unser Fluglehrer Christian seinen 30. Geburtstag, so dass wir den Tag festlich mit Musik, Fußball auf Großleinwand, leckerem Essen und Getränken ausklingen lassen konnten. Rückblickend konnten wir 42 Starts für den Tag vermerken. Der letzte Start um 22:00Uhr wurde mit einem weiteren atemberaubenden Ausblick auf den Sonnenuntergang belohnt. Es war für alle Beteiligten ein toller Tag, der mit viel Spaß verbunden war!

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Große Begeisterung beim Schnupperfliegen

Bei unserem diesjährigen Schnupperfliegen Ende April durften wir fünf begeisterten Jugendlichen, aus den Landkreisen Rhön-Grabfeld, Schweinfurt und Haßberge, die Fliegerei näher bringen. Dabei konnten die Interessierten einen Tag in der Rolle eines Flugschülers verbringen. Da Gemeinschaft auf dem Flugplatz ganz groß geschrieben wird, mussten von Anfang an alle mit anpacken und das Segelflugzeug startbereit machen. Im Cockpit durften sie ganz vorne sitzen, während der Fluglehrer hinter ihnen Platz genommen hatte und von hier aus zeigte wie man ein Segelflugzeug steuert. Währenddessen durften die Übrigen beim Anschnallen helfen und bekamen gezeigt wie man das Seil ins Flugzeug einhängt. Natürlich kam auch die Theorie nicht zu kurz. Spannend wurde gelauscht, wie ein Flugzeug ohne Motor überhaupt fliegen kann, was ein Cockpit so alles beinhaltet und wie man den Fallschirm richtig anlegt.
Wir sind gespannt ob wir den ein oder anderen nun öfter bei uns am Flugplatz begrüßen dürfen.

Herzlichen Glückwunsch Manfred!!!

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Der zweite Vorstand Christian überreicht Manfred seine Ehrenmitgliedsurkunde

Der FSV Grabfeld e.V. gratuliert dir zur Ehrenmitgliedschaft und wünscht dir weiterhin alles Gute!

Nun wird endlich unsere, über vier Jahrzehnte treue Flugplatzseele Manfred das gewährt, was ihm schon lange zugesteht. Mit Herz und Hand packt er stetig dort an, wo es Not tut. Egal ob als Platzwart oder im Vereinsheim, seine ganzen Erfahrung mit Verstand gepaart löst er jede Angelegenheit diplomatisch und pragmatisch.

Seine freundliche Art, macht er es jedem Fremden auf dem Platz oder Neuen im Verein sehr leicht Zugang zu finden und sich wohl zu fühlen. Ganz egal ob bei jung oder alt, seine lockere und umgängliche Geselligkeit kommt immer an.

Manfred ist auch Derjenige, der unsere Gäste bei den Fluglagern mit Rat und Tat unterstützt und betreut. So verwundert es nicht, dass wir jedes Jahr mindestends vier Fluglager haben, größtenteils auch ein Verdienst von Manfred!

Die fliegerische Leidenschaft lebt er seit 10.05.1970 im Segelflug mit und ohne Motor, sowie im reinen Motorflug aus. Das Pflichtbewußtsein und die Gewissenhaftigkeit seiner Arbeit brachten ihn im Dezember 1973 sogar zum Vorsitzenden des Saaler Fliegervereins. Darüber hinaus war er lange fester Bestandteil der Vorstandschaft und ist heute noch für die fliegerische Abrechnung verantwortungsvoll tätig.

Einfach toll Manfred, dich im Verein und vorallem als Freund zu haben. Weiter so!!!

Deine Flieger vom FSV Grabfeld e.V.

Auch im Winter ist bei uns was los

Im Winter ist die Flugsaison offiziell beendet, bzw. unterbrochen, dies bedeutet jedoch nicht, das es am Flugplatz in den Wintermonaten nichts zu tun gibt.

Die Flugzeuge müssen jährlich einem technischen Prüfer vorgeführt werden.
Hierbei werden anfallende Reparaturen sowie wichtige Wartungs-und Instandhaltungsarbeiten durchgeführt.  Da der technische Zustand auch Abhängig von der Pflege ist, darf diese natürlich nicht vernachlässigt werden. Alle Flugzeug (ausgenommen die Motormaschine) werden zerlegt, intensiv gereinigt und im Anschluss komplett poliert.

Ein weiterer wichtiger Punkt für den sicheren Flugbetrieb, ist der einwandfreie Zustand der Technik am Boden – die Startwinde. Auch hier muss sich unser wichtigstes Arbeitspferd für den Segelflug, einer alljährlichen Prüfung stellen. Nebst Wartungen werden auch mal größere Umbau-und Tuningarbeiten vorgenommen, denn der laufende Betrieb ist vergleichbar mit einer jährlichen Kilometer Laufleistung von ca. 20000 km eines PKWs. In diesem Winter war ein neuer Wasserkühler unser Projekt. Da die Winde eine Eigenkonstruktion ist, war es sehr zeitintensiv die passenden Ersatzteile für einen möglichen Einbau zu finden und dann anzupassen. Nach ca. 35-40 Arbeitsstunden, verteilt auf 6 Hände, hatte der Umbau am Ostersamstag sein Debüt, mit erfolgreichen 6 Windenstarts.

Nun kann die neue Flugsaison, hoffentlich mit vielen, schönen, langen und vor allem unfallfreien Flügen kommen.